Strom geben, lokale Energiegruppe

Wirtschaftlichkeit

Auf dieser Seite erfährst Du, welche Faktoren ausschlaggebend sind, damit sich eine lokale Energiegruppe rechnet.

Die Wirtschaftlichkeit einer lokalen Energiegruppe beruht im Wesentlichen darauf, dass:

1 jede Kilowattstunde (kWh) des im Haus verbrauchten Eigenstroms mit weniger Abgaben, Steuern und Umlagen belastet ist als Fremdstrom aus dem öffentlichen Netz,

2 die Stromzähler der lokalen Stromnehmer beim Netzbetreiber abgemeldet werden, was zusätzlich Kosten spart.

Der daraus resultierende finanzielle Vorteil kann zwischen den Gruppenmitgliedern (Stromgeber und Stromnehmer) aufgeteilt werden.

BUZZN startet und betreut nur solche lokalen Energiegruppen, deren finanzieller Vorteil für die Mitglieder signifikant ist. Grundlage dafür ist eine Prognose, die BUZZN für Dich als potentiellen Gruppen-Stromgeber weit vor irgendeinem Vertragsabschluss unentgeltlich und unverbindlich erstellt. Diese Prognose zeigt, ob sich die Vermarktung Deines Eigenstroms über eine lokale Gruppe besser rechnet als eine Voll- oder Überschusseinspeisung in das öffentliche Netz.

Die Stromgeber-Perspektive

Als Betreiber einer Stromerzeugungsanlage in einem Mehrparteienhaus oder Gebäudekomplex stehst Du vor der Entscheidung, ob Du den Eigenstrom voll ins Netz einspeisen willst (Volleinspeisung), oder direkt an Deine Mieter, Nachbarn oder Kunden verkaufen willst (Direktvermarktung). Eine lokale Energiegruppe ermöglicht Dir letzteres. Über sie verkaufst Du möglichst viel Strom direkt vor Ort, und zwar zu einem besseren Preis als wenn Du ihn ins öffentliche Netz einspeisen würdest. Dieser Preisvorteil kann z. B. bei KWK-Anlagen mehr als 10 Cent pro Kilowattstunde (exkl. Umsatzsteuer) betragen.

Natürlich sind Stromerzeugung und -nachfrage in einer lokalen Gruppe nie völlig synchron, weshalb nur in Ausnahmefällen der gesamte in der Stromerzeugungsanlage produzierte Strom direkt verkauft werden kann. Für eine signifikante Steigerung der Wirtschaftlichkeit gegenüber einer reinen Volleinspeisung reicht es meistens jedoch schon, wenn nur die Hälfte des selbst erzeugten Stroms intern verkauft wird.

Die Stromnehmer-Perspektive

Die Parteien in Deinem Objekt werden bisher von konventionellen Fremdstromanbietern beliefert (z. B. E.ON, Yellostrom, Lichtblick). Sie sind es gewohnt, einen marktüblichen Grundpreis (in € pro Monat) sowie einen Arbeitspreis (in Cent pro Kilowattstunde) zu bezahlen. Eine lokale Energiegruppe gibt Dir als Stromgeber den Spielraum, Deinen Stromnehmern sowohl beim Arbeitspreis, vor allem aber beim Grundpreis entgegenzukommen. Gerade den Grundpreis kannst Du deutlich günstiger als jeder Fremdstromlieferant anbieten, da die Stromzähler Deiner Stromnehmer beim örtlichen Netzbetreiber abgemeldet und nur noch objektintern betrieben werden, was deutlich Kosten spart. Diese Kostenersparnis kannst Du ohne Risiko an Deine Stromnehmer weitergeben. Diese freuen sich also nicht nur über ökologischen und sozialen Strom, sondern auch über eine Kostenersparnis von einigen Dutzend Euros pro Jahr.

Arbeits- und Grundpreis

Die Aufteilung des finanziellen Vorteils einer lokalen Energiegruppe zwischen Dir als Stromgeber und Deinen Stromnehmern hängt natürlich wesentlich davon ab, auf welchem Niveau Du Arbeitspreis (in Cent pro Kilowattstunde) und Grundpreis (in € pro Monat) innerhalb der Gruppe festlegst.

Deine zukünftigen lokalen Stromnehmer sind marktübliche Arbeits- und Grundpreise von ihren bisherigen Fremdstromlieferanten gewohnt. Das dient Dir zur Orientierung.

In der lokalen Gruppe sollten Arbeits- und Grundpreis so bemessen sein, dass sie sowohl Dir als auch Deinen Stromnehmern zu Vorteil gereichen.

BUZZN berät Dich umfassend bei der anfänglichen Preisfindung und bei späteren Preisänderungen.

Interesse geweckt?
Fordere unentgeltlich und unverbindlich eine Prognose für eine lokale Energiegruppe an.