Fragen & Antworten

Energiegruppe

Energiegruppe, allgemein

Was ist eine Energiegruppe?

Eine Energiegruppe ist das zentrale BUZZN Werkzeug und eine neue Dimension der Eigenversorgung. Sie stellt eine Einheit dar, über die Strom, Geld und Informationen ausgetauscht werden. Zwischen Menschen, die gemeinsam Ziele im Sinne einer echten Energiewende verfolgen wollen, z. B. Suffizienz, Autarkie oder Lokalität.

Wie funktioniert eine Energiegruppe?

Wirtschaftlich funktioniert eine Energiegruppe wie ein Marktplatz, auf dem der Stromgeber seinen eigenerzeugten Strom an die Stromnehmer verkauft. Die Stromnehmer unterstützen den Stromgeber also direkt mit ihrem Geld, welches in Gegenrichtung zum Strom fließt.

Technisch funktioniert eine Energiegruppe wie ein Konto, in dem die Mengen der Stromgeber und Stromnehmer mit Zählern messtechnisch erfasst, bilanziert und abgerechnet werden.

Sozial funktioniert eine Energiegruppe wie ein Zusammenschluss von Menschen, um gemeinsam Ziele im Sinne einer dezentralen und ökologischen Energiewende zu verfolgen, wie z. B. Einsparung, Autarkie und Lokalität.

Welchen Sinn ergibt eine Energiegruppe?

Echte Energiewende im Sinne von nachhaltigen persönlichen Verhaltensänderungen oder gemeinschaftlichen Projekten kann anstrengend sein.

Warum alleine kämpfen? In der Gruppe ist es viel inspirierender und macht viel mehr Freude, beispielsweise gemeinsam Strom zu sparen, sich selbst zu versorgen, intelligent zu verbrauchen oder auf kurzem Weg zu teilen.

Wie ist meine Versorgung sichergestellt, wenn meine Energiegruppe nicht genug Eigenstrom hat?

Zunächst durch die Überschüsse anderer Energiegruppen innerhalb der BUZZN Community.

Sind Stromangebot und -nachfrage über alle Energiegruppen der Community hinweg nicht ausgeglichen, wird die offene Position (Überschuss oder Defizit) durch BUZZN automatisch durch ein Großhandelsgeschäft ausbilanziert.

Deine Versorgung als Stromnehmer – egal in welcher Gruppe – ist damit immer sichergestellt.

Was ist die Energiegruppe "Community"?

Die Energiegruppe “Community” ist vorübergehende Heimat für alle Stromgeber und Stromnehmer, die noch keiner lokalen oder verteilten Gruppe beigetreten sind.

Energiegruppe, lokal

Was ist eine lokale Energiegruppe?

Eine Energiegruppe ist das zentrale BUZZN Werkzeug und eine neue Dimension der Eigenversorgung. Sie stellt eine Einheit dar, über die Strom, Geld und Informationen ausgetauscht werden. Zwischen Menschen, die gemeinsam Ziele im Sinne einer echten Energiewende verfolgen wollen, z. B. Suffizienz, Autarkie oder Lokalität.

Eine lokale Energiegruppe hat die Besonderheit, dass alle ihre Mitglieder in demselben Mehrparteienhaus/Gebäudekomplex leben, der Strom des Stromgebers also direkt innerhalb des Hausnetzes von Dach, Keller oder Garten zu den Steckdosen der Stromnehmer fließt. Das öffentliche Netz wird nur noch für Zusatzstrom benötigt, wenn vor Ort kein oder zu wenig Eigenstrom produziert wird.

Welchen Sinn ergibt eine lokale Energiegruppe?

Ökologisch
Zum einen ist eine lokale Energiegruppe ökologisch sinnvoll, da der Eigenstrom umweltschonend entweder in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW) oder aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
Zum anderen wird der Eigenstrom genau dort produziert, wo er gebraucht wird. Er fließt im Hausnetz direkt vom Generator der Stromerzeugungsanlage zu den Steckdosen der Stromnehmer. Für diesen Strom muss das öffentliche Stromnetz nicht mehr genutzt werden. Das entlastet das bestehende Netz und hilft zukünftigen Netzausbau (inkl. „Stromautobahnen“) zu vermeiden.

Ökonomisch
Eine lokale Gruppe bietet auch ökonomische Vorteile. Allen voran die Tatsache, dass in der Gruppe produzierter Eigenstrom mit weniger Abgaben, Steuern und Umlagen belastet ist als Fremdstrom aus dem Netz, der herkömmlicherweise zu den Parteien fließt.
Darüber hinaus können die Stromzähler der lokalen Stromnehmer beim Netzbetreiber abgemeldet werden, was zusätzlich Kosten spart. Mehr zur Wirtschaftlichkeit hier.

Sozial
Neben den ökologischen und ökonomischen Vorteilen macht eine lokale Energiegruppe noch etwas: Sie verbindet Menschen über Energie. Zum einen Dich als Stromgeber mit den Stromnehmern im Objekt. Zum anderen die Stromnehmer untereinander. Dadurch entsteht bei allen Beteiligten das Gefühl, gemeinsam aktiv an der Energiewende teilzunehmen.

Woher bekommt eine lokale Energiegruppe ihren Zusatzstrom?

Zusatzstrom wird benötigt, wenn die Stromerzeugungsanlage der lokalen Gruppe keinen oder zu wenig Strom erzeugt.

Der Zusatzstrom kommt aus dem öffentlichen Netz. Hierzu schließt der lokale Stromgeber einen Vertrag mit einem Lieferanten seiner Wahl für den gesamten Zusatzstrom der lokalen Gruppe ab.

Wir empfehlen natürlich Zusatzstrom von BUZZN, denn so bezieht die Gruppe ihren Zusatzstrom aus dem Überschuss anderer Gruppen und die elektrische und monetäre Energie bleiben in der Community.

Was passiert mit dem Überschussstrom einer lokalen Stromgruppe?

Überschussstrom entsteht, wenn die Stromerzeugungsanlage der lokalen Energiegruppe mehr Strom erzeugt als vor Ort benötigt wird.

Standardmäßig verkauft der lokale Stromgeber den Überschussstrom an den örtlichen Netzbetreiber, der ihn gemäß den gesetzlichen Bestimmungen abnehmen und vergüten muss.

Wir empfehlen jedoch, den Überschussstrom über BUZZN mit anderen Energiegruppen zu teilen. So erfährt der Überschuss die Wertschätzung, die er verdient, und das Stromgeld bleibt in der Community.

Muss für eine lokale Energiegruppe die Elektrik umgebaut werden?

Beim Einsatz einer eigenen Stromerzeugungsanlage mit Eigennutzung ist die „Kundenanlage“ in der Regel bereits über einen sog. Zweirichtungszähler (als Übergabezähler) vom öffentlichen Netz abgegrenzt.

Je nach Gruppen-Konzept werden die Zähler anders verschaltet oder zusätzliche Zähler installiert. In der Regel lässt sich das mit wenigen Stunden Montageaufwand verwirklichen. BUZZN berät Dich und Deinen Elektriker gerne.

Wie viele Stromnehmer müssen mitmachen, damit sich eine lokale Energiegruppe lohnt?

Ganz grob gesagt reicht es, wenn zwei Drittel der Parteien im Objekt mitmachen, damit sich eine lokale Energiegruppe lohnt.

Vor allem kommt es auf eine möglichst hohe Autarkie der lokalen Gruppe an, d. h. den Grad der Deckung des Stromverbrauchs aus eigener Produktion.

Aber auch der Nutzungsgrad der Stromerzeugungsanlage ist wichtig, d. h. das Verhältnis aus vor Ort verbrauchtem Eigenstrom zu insgesamt produziertem Eigenstrom.

Was passiert, wenn einzelne Bewohner nicht (mehr) mitmachen wollen?

Wenn einzelne Bewohner zu Beginn der lokalen Energiegruppe nicht mitmachen wollen, dann startet die Gruppe einfach ohne sie. Diese Parteien werden weiter von ihrem bisherigen Stromlieferanten und Messstellenbetreiber beliefert, gemessen und abgerechnet. Vielleicht überlegen sie es sich später ja noch anders.

Wenn später eine Partei die lokale Gruppe verlassen will, ist auch dies ohne weiteres möglich. In diesem Fall kündigt sie ihren Stromvertrag mit dem lokalen Stromgeber. Zum Stichtag wird dann der Zählerstand abgelesen, die Partei erhält eine Endabrechnung und wird wieder von einem externen Stromanbieter und Messstellenbetreiber beliefert, gemessen und abgerechnet.

Was hält die Stromnehmer dauerhaft in einer lokalen Energiegruppe?

Vor allem der Sinn, den eine lokale Gruppe stiftet, also die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile (siehe auch oben).

Energiegruppe, verteilt

Was ist eine verteilte Energiegruppe?

Eine Energiegruppe ist das zentrale BUZZN Werkzeug und eine neue Dimension der Eigenversorgung. Sie stellt eine Einheit dar, über die Strom, Geld und Informationen ausgetauscht werden. Zwischen Menschen, die gemeinsam Ziele im Sinne einer echten Energiewende verfolgen wollen, z. B. Suffizienz, Autarkie oder Lokalität.

Eine verteilte Energiegruppe hat die Besonderheit, dass all ihre Mitglieder über ganz Deutschland verteilt leben, der Strom des Stromgebers bzw. der Stromgeber also über das öffentliche Netz zu ihnen „fließt“.

Welchen Sinn ergibt eine verteilte Energiegruppe?

Ökologisch
Eine verteilte Energiegruppe ist ökologisch sinnvoll, da der Eigenstrom des Stromgebers umweltschonend entweder in einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW) oder aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
Je näher die Gruppenmitglieder zusammen wohnen, desto höher die „Lokalität“ der Gruppe, d. h. der Eigenstrom wird dort produziert, wo er gebraucht wird. Er fließt in der Region, im Ort oder in der Straße vom Generator der Stromerzeugungsanlage zu den Steckdosen der Stromnehmer. Für diesen Strom muss also weniger öffentliches Stromnetz benutzt werden, was das bestehende Netz entlastet und zukünftigen Netzausbau (inkl. „Stromautobahnen“) vermeiden hilft.

Solidarisch
Strom aus der verteilten Gruppe ist gemeinschaftlicher Strom: Ausgetauscht nach dem Prinzip des Gebens und Nehmens, was der Profitgier und Geschäftemacherei mit Strom entgegenwirkt. Das „Stromgeld“ der Stromnehmer fließt zu ihrem Stromgeber und bleibt damit in der Umgebung, was regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt und den Export von Kaufkraft zu fernen Großkraftwerken über teure und ineffiziente „Stromautobahnen“ vermeiden hilft. Außerdem entsteht bei allen Gruppenmitgliedern das Gefühl, gemeinsam aktiv an der Energiewende teilzunehmen.

Persönlich
Strom aus der Gruppe ist natürlich auch “öko”: Gewonnen aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung, was Rohstoffe spart und Emissionen reduziert. Und verbrauchsnah in vielen kleinen dezentralen Anlagen produziert, was Großkraftwerke verdrängt, Stromtrassen verhindert und Netzverluste minimiert. Das Entscheidende aber ist, dass Gruppenstrom von Menschen wie Du und Ich erzeugt wird, sozusagen auf Augenhöhe.

Woher bekommt eine verteilte Energiegruppe ihren Zusatzstrom?

Zusatzstrom wird benötigt, wenn die Stromerzeugungsanlage der verteilten Gruppe keinen oder zu wenig Strom erzeugt.

Zunächst bekommt die Gruppe ihren Zusatzstrom durch die Überschüsse anderer Energiegruppen innerhalb der BUZZN Community.

Sind Stromangebot und -nachfrage über alle Energiegruppen der Community hinweg nicht ausgeglichen, wird die offene Position (Überschuss oder Defizit) durch BUZZN automatisch durch ein Großhandelsgeschäft ausbilanziert.

Die Versorgung der Gruppe ist damit immer sichergestellt.

Was passiert mit dem Überschussstrom einer verteilten Energiegruppe?

Überschussstrom entsteht, wenn die Stromerzeugungsanlagen der verteilten Energiegruppe mehr Strom erzeugen als vor Ort benötigt wird.

Zunächst versorgen die Überschüsse andere Energiegruppen innerhalb der BUZZN Community.

Sind Stromangebot und -nachfrage über alle Energiegruppen der Community hinweg nicht ausgeglichen, wird die offene Position (Überschuss oder Defizit) durch BUZZN automatisch durch ein Großhandelsgeschäft ausbilanziert.

Muss für eine verteilte Energiegruppe die Elektrik umgebaut werden?

Nein. Auf Wunsch können die Mitglieder einer verteilten Gruppe allerdings digitale Stromzähler bekommen, mit denen sie ihr eigenes Stromverhalten in Bezug auf das der Gruppe besser sehen, verstehen und verbessern können.

BUZZN berät Dich und Deine Gruppe gerne dazu.

Wie viele Stromnehmer müssen mitmachen, damit sich eine verteilte Energiegruppe lohnt?

Für eine verteilte Energiegruppe gibt es keine Größenanforderung. Natürlich braucht es mindestens immer einen Stromgeber und einen Stromnehmer.

Was passiert, wenn einzelne Bewohner nicht (mehr) mitmachen wollen?

Wenn einzelne Bewohner zu Beginn der verteilten Energiegruppe nicht mitmachen wollen, dann startet die Gruppe einfach ohne sie.

Wenn später ein Stromnehmer die verteilte Gruppe verlassen will, ist auch dies ohne weiteres möglich. In diesem Fall kündigt er seinen Stromvertrag mit BUZZN. Zum Stichtag wird dann der Zählerstand abgelesen, der Stromnehmer erhält eine Endabrechnung und wird wieder von einem externen Stromanbieter und Messstellenbetreiber beliefert, gemessen und abgerechnet.

Was hält die Stromnehmer dauerhaft in einer verteilten Energiegruppe?

Vor allem der Sinn, den eine verteilte Gruppe stiftet, also die ökologischen, solidarischen und persönlichen Vorteile (siehe auch oben).