Im Jahr 2021 endet die 20-jährige gesetzliche Einspeisevergütung für die ersten Stromerzeugungsanlagen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wurden. Bis vor kurzem war nicht klar, was nach Auslaufen der Förderung mit diesen Anlagen passieren sollte, von denen viele noch Strom produzieren. Nach einem Regierungsentwurf Mitte September befindet sich die Novelle nun im parlamentarischen Verfahren, soll im Laufe des Dezembers vom Bundestag beschlossen werden, um am 01.01.2021 in Kraft zu treten. 

Dieser Blogbeitrag fasst kritische Stimmen zur Novelle zusammen, besonders aus dem Blickwinkel von People Power, der Energiewende von unten. 


EEG-Novelle: Der erste Entwurf

Der Prosument taucht im Gesetzesentwurf nicht auf. Bis auf eine Stelle, wo es darum geht, den Kunden sog. intelligente Messsysteme aufzuzwingen. Auch von Energy Sharing ist keine Rede. Und der Gesetzestext ist schwer zu durchschauen, so das Fazit von Jörg Sutter von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie


EEG 2021: Die Zerstörung der Erneuerbaren

Martin Schachinger, Gründer der Online-Handelsplattform pvXchange.com, warnt in seinem Gastbeitrag für das pv magazine mit eindringlichen Worten vor “drastischen Konsequenzen” für die Zukunft der deutschen Solarbranche und “unserer Zivilisation”. Nämlich für den Fall, dass der Referentenentwurf des EEG 2021 Gesetz werden sollte.   


Restauration und Rückkehr zur Konzern Allmacht: Der politische Kern des EEG 2021 und der Versuch einer strategischen Antwort

Klaus Oberzig, Gründer des Medienbüros Scienzz Communication, prangert in seinem Gastbeitrag für das pv magazine an, dass die Regierung Merkel quasi als Erfüllungsgehilfin der alten, oligarchischen Energiewirtschaft das EEG vom einst leicht anwendbaren Regelwerk systematisch zu einem “bürokratischen Zombie” verunstaltet habe. Mit dem Zweck, die bürgerlichen Akteure der Energiewende abzuschrecken. Im Fall der EEG 2021-Novelle mit einer bisher unbekannten Rigidität, die demokratische Freiheiten, Grundgesetz, Wettbewerbs- sowie EU-Recht missachte und die kleinteilige Bürgerenergie als Akteur der Energiewende “eliminiere”. 


Kommentar: EEG-Novelle – schon wieder oder immer noch?!

Tragikomische Einordnung der EEG-Novelle durch die Windmesse Redaktion, die zu dem Ergebnis kommt, dass die einzigen Gewinner der Novelle die “Energieversorger” sind, die “mit prall gefüllten Taschen noch bis 2038 ihre Dreckschleudern von Kohlekraftwerken weiterbetreiben dürfen oder um millionenschwere Abfindungen feilschen.”   


BUZZN Positionspapier Kleine Direktvermarktung

BUZZN betreibt als Pionier bereits seit 10 Jahren die Direktvermarktung von Kleinstanlagen, darunter auch zahlreiche Blockheizkraftwerke (BHKW). Mit diesem Positionspapier tritt BUZZN für eine angemessene und einfache gesetzliche Gestaltung der Direktvermarktung von Anlagen <100 kW im Zuge der EEG-Novelle ein.


Stellungnahme von BUZZN Stromnehmer Stefan Hiltawsky

In seiner ausführlichen Stellungnahme würdigt BUZZN Stromnehmer Stefan Hiltawsky zunächst das EEG in seiner urspüglichen Einfachheit. Danach kommentiert und kritisiert er die geplante Novelle und zeigt anhand akribisch recherchierter und sorgfältig zusammengestellter Berechnungen konkrete Lösungsansätze auf.


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Beitragsbild: Wilhelm Gunkel (via Unsplash)